Rassistische, menschen- und demokratiefeindliche Diskurse wirken auch in Schule hinein. Wie kann und muss Schule als Ort demokratischer Bildung (re-)agieren, wie können sich Lehrpersonen entgegen des Vorwurfs einseitiger Parteinahme positionieren?
In der gesellschaftlichen Debatte nehmen rassistische, menschen- und demokratiefeindliche Diskurse zu. Schule als gesellschaftliche Institution bleibt davon nicht unberührt. Lehrpersonen sind in ihrer Tätigkeit zunehmend mit rassistischen Haltungen, Äußerungen und Handlungen (von Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern, schulfremden Personen und anderen Lehrpersonen) konfrontiert. Gleichzeitig erleben Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen of Color und/oder Migrationsgeschichte Schule häufig als einen Ort, in dem sie nicht vor Rassismus geschützt sind.
Im ersten Teil des Workshop möchten wir zunächst klären, weshalb es notwendig ist, rassistische (Sprach-)Handlungen nicht unwidersprochen zu lassen und welche Verantwortung Lehrenden hierbei zukommt. Dabei werden auch Unsicherheiten besprochen, z.B. inwieweit es möglich ist, sich angesichts eines immer wieder behaupteten politischen Neutralitätsgebots von Schule antirassistisch zu positionieren. Die Vermittlung von Informationen zur dbzgl. Rechtslage ist Teil dieses Workshops.
Der zweite Teil widmet sich den Möglichkeiten (auch präventiven) pädagogischen Handelns in Bezug auf Rassismus an Schule. Welche sind die Möglichkeiten von Lehrenden, in ihrem konkreten Arbeitsbereich (z.B. ihrer Klasse), aber ggf. auch darüber hinaus wirksam zu werden? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür? Welche sind die Prämissen im Umgang mit rassistischen Vorfällen? Die Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten erfolgt praxisnah anhand von Fallbeispielen aus dem Schulkontext.
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Die Veranstaltung kann als 1- oder 2-tägige Fortbildung (in Präsenz oder online) angeboten werden und wird i.d.R. von zwei Referentinnen und Referenten gemeinsam durchgeführt.